Wasserqualität

1.0 Richtwerte Wasserqualität


An das Kühlwasser werden, je nach Art der zu kühlenden oder temperierenden Einrichtung, besondere Anforderungen bezüglich seiner Beschaffenheit und Sauberkeit gestellt um das System vor Korrosion und Ablagerungen zu schützen. Das geeignete Verfahren zur Aufbereitung und/oder Pflege des Wassers richtet sich nach

 

 - den Wasserinhaltsstoffe

 - dem Verunreinigungsgrad

 - den verbauten Werkstoffen

 - Art und Größe der Kühl- oder Temperiersysteme

 

Wasserqualität 10/2017

 

1) Alle Richtwerte beziehen sich auf aufbereitetes und mit einem geeigneten Behandlungsmittel der gwk, konditioniertes Kühlwasser.

2) Eisen- und Kupferverbindungen können im Kühlwasser gelöst und ungelöst vorliegen. Gehalte an Eisen und Kupfer im Kühlwasser
können Hinweise auf Korrosionsvorgänge im Kühlkreislauf, sowie auf mögliche Ablagerungen in den Wärmeüberträgern liefern. Im
Anfahrzustand und bei Lastschwankungen treten erfahrungsgemäß Erhöhungen der Eisen- und Kupferkonzentrationen auf.

3) gelöste Eisen- und Kupferverbindungen

4) Richtwerte für die Wasserqualität offener Verdunstungskühlkreisläufe in Anlehnung an die VDI 3803, VDI 2047-2 und 42. BImSchV.

5) Bei Einsatz von Inhibitoren können im Einzelfall höhere Konzentrationen zugelassen werden (dann Überwachung der Korrosionsrate).

6) Erhöhte Säurekapazität durch Alkalität des Inhibitorsystems.

7) Spätestens bei Anstieg der Keimzahl über 10.000/ml im geschlossenen / halboffenem System ist ein Biozid einzusetzen (Zugabe
diskontinuierlich). In offenen Kühlkreisläufen und der Besprühung gelten die Vorgaben gemäß 42. BImSchV und VDI 2047-2.

8) Offen = Rückkühlsystem mit Verdunstung (Kühlturm); halbgeschlossen = geschlossen, ohne Drucküberlagerung, Kontakt zur
Umgebungsatmosphäre; geschlossen = hermetisch von der Umgebungsatmosphäre abgeschlossen und drucküberlagert.

9) Maßgebend ist immer die maximale Systemtemperatur.

10) In Verbindung mit dem Korrosionsinhibitor ci 1300 cl und ci 13 al beträgt der obere pH-Wert 10,5.

11) In Verbindung mit dem Korrosionsinhibitor ci 1300 cl und ci 13 al sind Abweichungen zu höheren Leitfähigkeiten möglich.

12) Bei hoher Feststoffbelastung mit gwk Rücksprache halten.

13) Bei Einsatz von hs 20 sollte LSI < 2,5 und bei Einsatz hs 21 sollte LSI < 3,1betragen.

14) LSI < 2,8

15) Zu beachten sind die Vorgaben gemäß VDI 2047-2 und 42. BImSchV!

 

Außerdem gilt:

 

  1. In Systemen mit verzinkten Rohrleitungsmaterialien darf ein pH-Wert von pH 8,5 nicht überschritten werden. Das Behandlungsverfahren ist darauf abzustimmen.
  2. Systeme mit Bauteilen aus Aluminium sind separat zu betrachten. Der Korrosionsschutz wird durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren erreicht, bei dem Abweichungen zu den o. g. Werten vorkommen können.
  3. Die Zugabe von Bioziden darf nur in einem ausreichend großen Zeitabstand vor oder nach einer Abflutung erfolgen.

 

Zusatzwasser


Für die Zusatzwasserqualität gelten grundsätzlich die Angaben nach der aktuellen Trinkwasserverordnung TrinkwVo.

Diese Richtwerte der GWK geben Empfehlungen für die wasserchemische Betriebsweise von Kühl- und Temperierkreisläufen. Bei Einhaltung der genannten Richtwerte für die Qualität des Zusatz- und Kreislaufwassers sind wesentliche Vorrausetzungen für den störungsfreien Betrieb der Produkte gegeben.
Von diesen Richtwerten kann nach sachkundigem Ermessen abgewichen werden, wenn es die Systembedingungen erfordern und ein unbedenklicher Betrieb gewährleistet ist.
Bei abweichender Wasserqualität setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.


gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH
Scherl 10
D - 58540 Meinerzhagen
Tel.: 02354 / 7060-0


Sollte es durch abweichende Wasserqualität zu Störungen oder Beschädigungen der Kühl- oder Temperierproduktekommen, können wir keine Gewährleistung übernehmen.