gwk segmentierte Werkzeugtemperierung integrat direct und integrat 40

Temperiersysteme für anspruchsvolle Anwendungen
gwk segmentierte Werkzeugtemperierung integrat direct und integrat 40

 

Immer dann, wenn hohe Anforderungen an die Oberflächenqualität und die Maßhaltigkeit und Spannungsfreiheit von technischen Formteilen gestellt werden, ist der Einsatz einer segmentierten Werkzeugtemperierung unumgänglich. Speziell bei Sonderverfahren der Spritzgießtechnik wie dem Mehrkomponentenspritzguss und beim Hinterspritzen von Folien, dem Umspritzen von metallischen Einlegeteilen, bei komplexen Formteilgeometrien, bei Class A-Oberflächen und bei Mehrkavitäten-Werkzeugen muss der Verarbeiter die Möglichkeit haben, einzelne Werkzeugsegmente differenziert mit unterschiedlichen Temperaturen zu beaufschlagen. Spezielle Mehrkreis-Temperiersysteme wie das integrat 40 und das integrat direct aus dem Hause gwk erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit in anspruchsvollen Verarbeiterkreisen.

 

Drei der vier verschiedenen Temperiersysteme aus dem system integrat werden auf der K2013 anhand von Demonstratoren, Mustern und LIVE im Einsatz bei KraussMaffei und Sumitomo Demag gezeigt.

 

Das integrat 40 wird in zwei Varianten angeboten, die je nach Ausführung für den Betrieb mit Wasser bis 95°C oder bis 140°C eingesetzt werden können. Die Kühlwassermengen für bis zu sechs völlig unabhängig voneinander zu betreibende Temperierkreise, die mit dichtungslosen, magnetgekuppelten Edelstahlpumpen ausgestattet sind, werden individuell und kontinuierlich geregelt. In Verbindung mit der standardmäßig eingesetzten, stetigen Heizungsregelung wird so äußerst energiesparend ein homogenes Temperaturprofil an der Formnestoberfläche erzielt. Dieser Effekt kann durch die ideale Kombination mit integrat 4D, der bewährten Technik zur Herstellung konturfolgender, kavitätsnaher Temperierkanäle im Werkzeug, weiter positiv verstärkt werden. Die vertikale Bauweise mit einer Stellfläche von nur 60 x 60 cm und der zentrale Elektro- und Kühlwasseranschluss ermöglicht die Kosten und Platz sparende Integration in Produktionszellen.

 

Anwender loben die intuitive und übersichtliche Bedienerführung am zentralen Bildschirm. Alle Prozessdaten werden auf einem 7 Zoll großen Touchscreen mit Farbdisplay numerisch und grafisch dargestellt. Verschiedene, passwortgeschützte Bedienerebenen erlauben einen sicheren Betrieb mit abspeicherbaren Prozessparametern. Über eine Schnittstelle zur Maschinensteuerung und über einen USB-Anschluss können die Daten auf externe Datenträger übertragen werden. Der Touchscreen befindet sich entweder im Temperiersystem selbst oder in einem an beliebiger Position anzubringenden Gehäuse.

 

Das Temperiersystem integrat 40 wird auf dem gwk-Stand in einer praxisüblichen Installation an einem Demonstrator präsentiert.

 

Das modular aufgebaute Mehrkreis-Wassermengenregelsystem integrat direct, welches in mehreren Varianten verfügbar ist, erfüllt gleich drei der in der Praxis gewünschte Anforderungen. Es vereint die Vorteile der bislang üblichen Wasserverteiler, der Impulskühlsysteme und der kontinuierlich arbeitenden Temperiergeräte bei gleichzeitiger Eliminierung ihrer jeweiligen Nachteile in einem einzigen System. Dabei verfügt das Temperiersystem über bis zu 128 individuell regelbare Kreise und eignet sich für die Verarbeitung von Polyolefinen und vieler technischer Thermoplaste.

 

In der Basisausführung itd B wird wie beim klassischen Wasserverteiler die gewünschte Durchflussmenge zunächst manuell eingestellt, dann aber prozessfähig über einen Durchflusssensor überwacht und am zentralen Bildschirm der Regeleinheit digital und grafisch dargestellt. In der Regelausführung itd R wird die Wassermenge individuell für jeden Kreis an der zentralen Bedien-einheit vorgegeben und über ein Wassermengen-Regulierventil bei Veränderungen automatisch innerhalb einstellbarer Grenzwerte nachgeregelt. Je nach Ausführung können Durchflussmengen zwischen 1,8 und 32 l/min bei Wassertemperaturen bis 95°C resp. 120°C geregelt werden. Die Einspeisung von temperiertem Wasser mit den für den Prozess erforderlichen Vorlauftemperaturen erfolgt durch vorgeschaltete Geräte der gwk Baureihe teco.

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