gwk zyklische Formnesttemperierung mit Wasser bis 160°C/200°C vario cs/wh

Zyklische Temperiersysteme stark im Kommen
gwk zyklische Werkzeugtemperierung vario cs und vario wh

 

Zyklische Werkzeugtemperierungen sind Temperierverfahren mit zyklisch variabler Temperaturführung, die auch unter dem Begriff „Variotherme Temperierung“ seit ca. 40 Jahren bekannt sind, deren Einsatz aber erst seit wenigen Jahren eine dynamische Entwicklung erfährt. Die Ursachen dafür liegen in den wachsenden Qualitätsanforderungen der Verbraucher (z.B. Vermeidung von sichtbaren Bindenähten, Glanzunterschieden und anderen Oberflächenfehlern), dem Einsatz von Kunststoffen in neuen Anwendungen und der rasanten Weiterentwicklung des Stands der Technik bei den am Markt verfügbaren Lösungen. Bei der Auswahl des Temperiersystems ist darauf zu achten, dass dieses exakt auf die Anwendung abgestimmt ist und der wirtschaftliche Nutzen sowohl den technischen Aufwand als auch den Energieverbrauch rechtfertigt.

 

gwk hat für alle Anwendungen das geeignete Temperiersystem, welches mit niedrigem Energieverbrauch schnelle Heiz- und Kühlraten erreicht. Dabei arbeiten Systeme der Baureihe vario cs mit Wasser bis 160°C, während das vario wh Wassertemperaturen bis 200°C realisiert. Die Systeme sind modular aufgebaut und bestehen grundsätzlich aus drei Modulen.

 

Die Funktionalität des Aufheizens der Werkzeugwand auf ein hohes Temperaturniveau erfolgt durch ein drucküberlagertes Heißwassertemperiergerät mit maximalen Vorlauftemperaturen bis zu 200 °C. Das heiße Umlaufmedium wird durch die kavitätsnahen Temperierkanäle gepumpt, bis ein Temperaturfühler das Erreichen der gewünschten Werkzeugwandtemperatur meldet und den Einspritzvorgang freigibt.

 

Das Abkühlen der Werkzeugwand erfolgt über ein Temperiergerät mit einem hocheffizienten Wärmetauscher und vergleichsweise niedriger Vorlauftemperatur. Hierdurch ist eine intensive, auf die Anforderungen des Prozesses abgestimmte kurze Kühlphase gewährleistet. Über ein Maschinensignal wird der Start der Kühlphase freigegeben. Nach Ablauf der Kühlzeit öffnet das Werkzeug und der Heizvorgang für den nächsten Zyklus beginnt.

 

Die Umschaltung zwischen Heiz- und Kühlphase erfolgt über eine werkzeugnah positionierte Ventilumschalteinheit. Der hohe Energieeinsatz bei konventionellen Temperiersystemen, der für das wechselweise Heizen und Kühlen des Wärmeträgermediums benötigt wird, wird durch die werkzeugnahe Anordnung einer speziellen Ventilumschalteinheit deutlich reduziert. Ein hochdynamisches Regelsystem sorgt dabei für eine punktgenaue Umschaltung.

 

Funktion und Aufbau der Systeme vario cs und vario wh werden anhand eines Demonstrators auf dem gwk-Stand gezeigt. Darüber hinaus ist das vario cs bei zwei Anwendungen auf den Ständen von Spritzgießmaschinenherstellern LIVE im Einsatz:

 

KraussMaffei produziert auf einer vollelektrischen Spritzgießmaschine eine Blende für ein „Weiße Ware-Produkt“ im MuCell-Verfahren. Um die geforderte hohe Oberflächenqualität zu erreichen, erfolgt die Werkzeugtemperierung konturfolgend und kavitätsnah mit gwk integrat 4D Werkzeugeinsätzen. Als zyklisches Temperiersystem kommt ein gwk vario wh mit Wasser bis 200°C zum Einsatz.

 

Sumitomo Demag produziert in einer kompakten Fertigungszelle ein Multitouch-Display, das die IMD- mit der IML-Technologie vereint. Die zyklische Formnesttemperierung gwk vario wh sorgt für die notwendige Oberflächenqualität und die Vermeidung sichtbarer Bindenähte.

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