gwk zyklische Formnesttemperierung vario cs und vario wh

Zyklische Temperiersysteme stark im Kommen
gwk „Kompetenzzentrum Bindenaht“ zeigt Übersicht der aktuellen Verfahren

 

Technologischer Mittelpunkt des gwk Messestandes auf der Fakuma 2014 ist das „Kompetenzzentrum Bindenaht“. Hier zeigt gwk in Form von Demonstratoren, Grafiken und Musterteilen eine Übersicht der aktuellen Lösungen, mit welchen Formteile mit exzellenten Oberflächen ohne sichtbare Bindenähte, Fließlinien und Einfallstellen hergestellt werden können.

 

Darüber hinaus wird auf einer auf einer vollelektrischen Spritzgießmaschine von KraussMaffei eine Blende für ein „Weiße Ware-Produkt“ im MuCell-Verfahren produziert. Um die geforderte hohe Oberflächenqualität im Schaumspritzgießen zu erreichen, erfolgt die Werkzeugtemperierung zyklisch, konturfolgend und kavitätsnah mit gwk integrat 4D Werkzeugeinsätzen in einem Werkzeug der Fa. Krallmann und einem gwk integrat vario wh Temperiersystem mit Wasser bis 200°C.

 

Darüber hinaus ist ein integrat vario cs bei einer Anwendung auf dem Stand von Arburg live im Einsatz. Der Spritzgießmaschinenhersteller produziert im Partikelschaum-Verbundspritzgießen ein Verbundteil aus einer Partikelschaum- und einer Thermoplast-Komponente. Die an ein Werkzeug der Fa. Krallmann adaptierte zyklische Formnesttemperierung mit Wasser bis 160°C sorgt für einen effizienten Fertigungsprozess.

 

Zyklische Werkzeugtemperierungen sind Temperierverfahren mit zyklisch variabler Temperaturführung, die auch unter dem Begriff „Variotherme Temperierung“ seit ca. 40 Jahren bekannt sind, deren Einsatz aber erst seit wenigen Jahren eine dynamische Entwicklung erfährt. Die Ursachen dafür liegen in den wachsenden Qualitätsanforderungen der Verbraucher (z.B. Vermeidung von sichtbaren Bindenähten, Glanzunterschieden und anderen Oberflächenfehlern), dem Einsatz von Kunststoffen in neuen Anwendungen und der rasanten Weiterentwicklung des Stands der Technik bei den am Markt verfügbaren Lösungen. Bei der Auswahl des Temperiersystems ist darauf zu achten, dass dieses exakt auf die Anwendung abgestimmt ist und der wirtschaftliche Nutzen sowohl den technischen Aufwand als auch den Energieverbrauch rechtfertigt.

 

gwk hat für alle Anwendungen das geeignete Temperiersystem, welches mit niedrigem Energieverbrauch schnelle Heiz- und Kühlraten erreicht. Dabei arbeiten Systeme der Baureihe integrat vario cs mit Wasser bis 160°C, während das integrat vario wh Wassertemperaturen bis 200°C realisiert. Die Systeme sind modular aufgebaut und bestehen grundsätzlich aus drei Modulen.

 

Die Funktionalität des Aufheizens der Werkzeugwand auf ein hohes Temperaturniveau erfolgt durch ein drucküberlagertes Heißwassertemperiergerät mit maximalen Vorlauftemperaturen bis zu 160°C bzw. 200 °C. Das heiße Umlaufmedium wird durch die kavitätsnahen Temperierkanäle gepumpt, bis ein Temperaturfühler das Erreichen der gewünschten Werkzeugwandtemperatur meldet und den Einspritzvorgang freigibt.

 

Das Abkühlen der Werkzeugwand erfolgt über ein Temperiergerät mit einem hocheffizienten Wärmetauscher und vergleichsweise niedriger Vorlauftemperatur. Hierdurch ist eine intensive, auf die Anforderungen des Prozesses abgestimmte kurze Kühlphase gewährleistet. Über ein Maschinensignal wird der Start der Kühlphase freigegeben. Nach Ablauf der Kühlzeit öffnet das Werkzeug und der Heizvorgang für den nächsten Zyklus beginnt.

 

Der hohe Energieeinsatz bei konventionellen Temperiersystemen, der für das wechselweise Heizen und Kühlen des Wärmeträgermediums benötigt wird, wird durch die werkzeugnahe Anordnung einer speziellen Ventilumschalteinheit mit integriertem Energiespeicher deutlich reduziert. Ein hochdynamisches Regelsystem sorgt dabei für eine punktgenaue Umschaltung.

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