gwk dynamische Formnesttemperierung integrat evolution

Keramische Hochleistungsheizungen für höchste Qualitätsansprüche
gwk dynamische Formnesttemperierung integrat evolution

 

Während fluid-basierte Lösungen im Wesentlichen für die ganzheitliche Temperierung von Oberflächen mit qualitativ hochwertigen Eigenschaften eingesetzt werden, eignen sich im Werkzeug integrierte keramische Hochleistungsheizungen besonders gut für die lokale Temperierung abgegrenzter, definierter Werkzeugsegmente. Mit ihnen lässt sich zuverlässig, schnell und energieeffizient die Sichtbarkeit von Bindenähten vermeiden. Elektrisch leitende Keramiken haben den Vorteil einer hohen, punktgenauen und zeitlich genau dosierbaren Leistungsdichte. Innovative Fertigungsmethoden ermöglichen die Kombination wärmeleitender und wärmeisolierender Schichten. Die kavitätsnahe Kühlung sorgt nach der Werkzeugfüllung für eine gleichmäßige und schnelle Abkühlung des Formteilbereiches. Die Kombination der beiden Verfahren in einem System ermöglicht eine wirtschaftliche und energieeffiziente Werkzeugtemperierung mit hoher Temperaturdynamik.

 

Dabei wird über ein Signal der Spritzgießmaschine die Oberfläche kurzzeitig auf eine so hohe Temperatur aufgeheizt, dass eine optimale Werkzeugfüllung und eine hervorragende Abbildung der Werkzeugwand erreicht werden. Unmittelbar nach dem Füllvorgang erfolgt die Umschaltung auf die Kühlphase, um unnötige Zykluszeitverlängerungen infolge hoher Temperaturen zu vermeiden. Mit der inzwischen vielfach eingesetzten und im Praxiseinsatz bewährten integrat evolution Technologie können die für den Prozess notwendigen Temperaturveränderungen im Werkzeug bis zu zehnmal schneller als mit konventioneller variothermer Temperiertechnik durchgeführt werden, bei gleichzeitig deutlich reduziertem Energieeinsatz.

 

Beim integrat evolution kommen mehrere Bausteine der bewährten integrat Familie zum Einsatz. Die Technologie des integrat 4D wird zusätzlich zu den integrierten Hochleistungs-Heizkeramiken für die kavitätsnahe Anordnung der Temperierkanäle im Werkzeug eingesetzt. Das Umlaufwasser für die Stammformtemperierung liefern integrat 40 – Einheiten. Die energiesparende, individuelle Regelung der Wassermenge pro Kühlkanal für die Kühlphase übernehmen integrat direct Einheiten. Die integrat process control ist für die Kommunikation und die Regelung zwischen den Heiz- und Kühlelementen zuständig. Alle Systembausteine sind platzsparend in einen gemeinsamen Ständer eingebaut, der eine Standfläche von lediglich 60 x 60 cm beansprucht. Strom- und Kühlwasserversorgung erfolgen über gemeinsame, zentrale Anschlüsse.

 

Ideale Anwendungen sind Hochglanzoberflächen im Automobil- und Konsumgüterbereich sowie in der Telekommunikation. Auch dickwandige Formteile für optische Anwendungen können mit dieser Technik deutlich effizienter hergestellt werden als bisher.

 

Das Temperiersystem integrat evolution wird in einer praxisnahen Installation an einem Demonstrator präsentiert. Eine Ausstellung mit Formteilen aus realisierten Anwendungen komplettiert die Präsentation dieser höchst innovativen Technologie. Darüber hinaus ist ein integrat evolution live bei einer Anwendung auf dem Stand von KraussMaffei im Einsatz. Der Spritzgießmaschinenhersteller produziert im IMKS-Verfahren (Integriertes Metall-Kunststoff-Spritzgießen) ein thermoplastisches Bauteil mit elektrischen Leiterbahnen. Die in Kooperation mit dem Werkzeugbauer Krallmann integrierte dynamische Formnesttemperierung gwk integrat evolution ist hierbei für die thermische Prozessführung zur Erzielung der gewünschten Bauteileigenschaften verantwortlich.

 

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