Wichtige Formteileigenschaften, wie
werden durch die Qualität
der Werkzeugtemperierung bestimmt. Gleichzeitig ist sie durch den Einfluss auf
die erreichbare Kühlzeit ein maßgeblicher Faktor für die Zykluszeit und
somit für die Wirtschaftlichkeit des Spritzgießprozesses. Für die Bestimmung
der erreichbaren Kühlzeit ist jeweils die höchste am Formteil vorliegende
qualitäts- und prozessrelevante Temperatur anzusetzen. In der Praxis ist es
leider so, dass selten ein über das gesamte Formteil gleichmäßig verteiltes
Temperaturprofil vorliegt. Die Ursache dafür liegt in der Regel in der immer
noch stark verbreiteten herkömmlichen Vorgehensweise bei der Auslegung und
konstruktiven Gestaltung eines Spritzgießwerkzeuges, bei der thermodynamische
Gesichtspunkte eine untergeordnete Rolle spielen. Das Resultat ist in den
meisten Fällen eine ungleichmäßige Temperaturverteilung über das Werkzeug, mit
den Folgen unzureichender Teilequalität und unnötig langen Kühlzeiten.
Nur thermisch optimierte Spritzgießwerkzeuge
stellen die wirtschaftliche und produktionsstabile Herstellung
hochwertiger Spritzgießartikel sicher. Die dabei entscheidenden
Zielgrößen der thermischen Werkzeugauslegung sind die genaue Einhaltung
und die gleichmäßige Verteilung der Werkzeugtemperatur sowie die
kürzest mögliche Zykluszeit bei Erfüllung aller mechanischen, dimensionalen
und optischen Anforderungen an das Formteil. Komplexe Formteilgeometrien
erfordern dabei immer stärker unterschiedliche Temperaturen in verschiedenen
Bereichen des Verbrauchers. Daher gewinnt die segmentierte Werkzeugtemperierung zunehmend an Bedeutung.