Das
Fertigungsverfahren Gießen zählt zu
den
Urformverfahren. Dabei ist es das
vermutlich älteste Formgebungsverfahren. Beim Gießen entsteht aus flüssigem
Werkstoff
nach dem Erstarren ein fester Körper bestimmter Form.
Werkstücke
werden gegossen, wenn ihre Herstellung durch andere
Fertigungsverfahren unwirtschaftlich ist, nicht möglich
ist oder besondere Eigenschaften des Gusswerkstoffs genutzt werden sollen.
Gießverfahren sind besonders vorteilhaft einsetzbar für die Massenproduktion
von Bauteilen aller Art, sowohl einfacher als auch komplizierter Gestalt. Auch
Hohlräume im Inneren der Gussteile können mit Hilfe von
Kernen
hergestellt werden. Gewinde müssen in der Regel durch spanende Nachbearbeitung
hergestellt werden. Die Kosten für
Modell-
und
Formenbau
sind vergleichsweise hoch, die Herstellung der Gussstücke dagegen, abhängig von
Gießverfahren und Stückzahlen, niedrig. Aufgrund des globalen Wettbewerbs sowie
gestiegener Produktionskosten insbesondere für Energie wurden viele Gießereien im
deutschsprachigen Raum geschlossen und vor allem in Richtung Osteuropa und
Asien verlagert.