Gegenüber der konventionellen Werkzeugtemperierung, bei der im Wesentlichen die Werkzeugwandtemperatur mittels Wasser- oder Öltemperiergeräten auf einem konstanten Niveau während des Spritzgießzyklusses über Temperierkanäle im Werkzeug gehalten werden soll, wird bei der Dynamischen Werkzeugformnesttemperierung die Werkzeugwandtemperatur während des Spritzgießzyklusses nach Soll-Vorgaben aus dem Prozess verändert. So ist zum Beispiel möglich, die Werkzeugwandtemperatur ganz oder teilweise kurz vor dem Einspritzen der Schmelze auf das Niveau der Glas- und beziehungsweise Schmelztemperatur zu erhöhen und nach dem Füllvorgang auf Entformungstemperatur mit einem kühleren Medium gezielt abzukühlen.